Analyse des Immobilienmarktes in Poitou-Charentes
Kosten pro m² in La Rochelle, Royan, Angoulême, Niort
Die Quadratmeterpreise spiegeln die Ungleichheit des Angebots perfekt wider: Laut der jüngsten Analyse der auf Green Acres gesuchten Immobilien liegt der durchschnittliche Immobilienpreis in La Rochelle bei etwa 3.316 €/m² für Objekte mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 152 m², während Royan 4.036 €/m² für durchschnittlich 112 m² aufweist.
Im Landesinneren sinken die Preise deutlich: Die Immobilienpreise in Angoulême liegen bei 2.116 €/m² für durchschnittlich 285 m², und die Immobilien in Niort fallen auf 1.932 €/m² für eine durchschnittliche Fläche von 311 m².
Dieser Preisunterschied zeigt den Nachfragedruck an der Küste sowie die Chancen für Erstkäufer oder Investoren im Hinterland.
Unterschiede zwischen Küstengebieten und ländlichen Innenregionen
Der Druck an der Küste erklärt sich durch den hohen Anteil an Zweitwohnungen und eine dynamische ausländische Nachfrage.
So entfallen in Charente-Maritime 15 % der Transaktionen auf Zweitwohnungen. Briten sind dort die größte ausländische Käufergruppe (30 % der Käufe durch Nichtansässige im Jahr 2024), gefolgt von Belgiern und Deutschen.
In der Region Poitiers sind Zweitwohnungen weniger häufig, aber das studentische Vermietungspotenzial belebt bestimmte Bereiche.
- Geräumige Häuser mit Garten sind bereits erreichbar, sobald man sich vom Küstenbereich entfernt
- Ein Inlandmarkt mit mittleren Verkaufspreisen zwischen 140.000 € und 135.000 € (Charente, Deux-Sèvres, Vienne)
- Ein großes Angebot an Immobilien (manchmal über 100 m² Wohnfläche) zu einem kontrollierten Budget
Urlauber und Neuankömmlinge, die von der Lebensqualität angezogen werden, finden so eine breite Palette von Möglichkeiten je nach ihren Prioritäten.
Preisentwicklung und Kauftrends in Poitou-Charentes
Wachsende Nachfrage an der Atlantikküste
Obwohl begehrt, verzeichnet Charente-Maritime im Jahr 2024 eine leichte Korrektur mit einem Preisrückgang von 3 % gegenüber 2023.
Ungewöhnliche Objekte oder mit Meerblick bleiben selten und begehrt, doch die ausländische Kundschaft bleibt aktiv, mit über hundert Transaktionen zu einem Durchschnittspreis von 439.000 € (durchschnittliche Fläche 145 m²). Briten sind besonders auf dem Zweitwohnungsmarkt präsent.
Preisstabilität im regionalen Zentrum
Die Departements Charente, Deux-Sèvres und Vienne zeigen ebenfalls eine negative Preisentwicklung von bis zu -3 % im Jahr 2024.
Die durchschnittlichen Budgets bleiben erschwinglich (135.000 bis 140.000 € für Flächen um die 100 m²) und bieten eine interessante Gelegenheit für Käufer, die große Räume oder eine geschützte Umgebung suchen. Der Anteil der Zweitwohnungen variiert je nach Gebiet zwischen 8 und 10 %.
Wer kauft in Poitou-Charentes?
Zweitwohnungen, Rentner, Familien auf der Suche nach Platz
Poitou-Charentes zieht weiterhin an:
- Rentner (oft Franzosen oder Nordeuropäer), die das milde Klima schätzen
- Familien, die sich niederlassen, um Lebensqualität zu genießen oder vom Homeoffice zu profitieren
- Investoren für saisonale Vermietungen an der Küste und studentische Vermietungen rund um die Universitätszentren
Profil der Investoren und ausländischen Käufer
Notarielle Transaktionen zeigen das Gewicht der ausländischen, insbesondere britischen, Kundschaft in den Charentes (56 % der ausländischen Käufe in Charente und 48 % in Deux-Sèvres).
Auch Niederländer und Deutsche interessieren sich für die Region, da sie von attraktiven Preisen profitieren: So wird in Charente ein durchschnittlicher Auslandsdeal zu 180.000 € für 139 m² abgeschlossen (Daten von Green Acres und Notaren).
Die internationale Attraktivität bleibt ein regionaler Motor, insbesondere für charaktervolle oder großflächige Immobilien.